Die deutsche Rentenkommission empfiehlt, einen Teil der gesetzlichen Rentenbeiträge künftig an der Börse anzulegen – nach dem Vorbild Schwedens. Dort fließt seit Jahren ein fester Anteil der Beiträge in einen staatlich verwalteten Aktienfonds, den sogenannten Premiepension-Fonds.
Für Deutschland könnte ein ähnlicher Fonds vom Team des Kenfo aufgelegt werden. Der Kenfo – kurz für Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung – ist ein staatlicher Investmentfonds, der bereits Milliardenvermögen professionell verwaltet. Dieses Team gilt laut den Empfehlungen als möglicher Kandidat für die Verwaltung eines neuen Kapitalrentenfonds.
Das Modell sieht vor, dass die Beteiligung für alle Versicherten verpflichtend gilt – anders als bei der bisherigen freiwilligen Riester-Rente. Schweden sammelt mit diesem System seit Jahrzehnten Erfahrungen; die Renditen des dortigen Fonds übertrafen langfristig die reine Umlagerente deutlich.
Rentenkommission empfiehlt Pflichtbeiträge an die Börse
Warum das wichtig ist
Wer heute in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, würde künftig automatisch auch am Kapitalmarkt investiert sein – ohne selbst aktiv werden zu müssen.