Deutsche Rentnerinnen und Rentner beziehen ihre Rente heute im Schnitt 20,5 Jahre lang – das sind 3,6 Jahre mehr als noch 2004, als die Bezugsdauer bei 16,9 Jahren lag. Das zeigen aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Frauen kommen dabei auf durchschnittlich 22,1 Jahre, Männer auf 18,9 Jahre.

Hinter dem positiven Trend steckt vor allem die gestiegene Lebenserwartung. Laut Statistischem Bundesamt lebten Männer Ende des 19. Jahrhunderts im Schnitt nur 35,6 Jahre, Frauen 38,5 Jahre. Heute sind es 78,8 beziehungsweise 83,4 Jahre. Ein 65-jähriger Mann hat statistisch noch 18,2 Lebensjahre vor sich, eine gleichaltrige Frau 21,2 Jahre.

Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter: 2024 gingen beide Geschlechter im Schnitt mit 64,7 Jahren in Rente – gegenüber rund 63 Jahren im Jahr 2004. Wer länger arbeitet, schiebt den Ruhestand also nach hinten. Dazu kommt ein gravierender sozialer Unterschied: Eine RKI-Studie im Journal of Health Monitoring 1/2025 belegt für 2020–2022 eine Lebenserwartungslücke von 7,2 Jahren bei Männern zwischen sozial benachteiligten und privilegierten Regionen.