Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden 2028 nach zwei Jahrzehnten der Stabilität spürbar ansteigen. Durchschnittsverdiener müssen mit Mehrkosten von mehreren Hundert Euro pro Jahr rechnen. Der Anstieg erfolgt abrupt, nachdem die Beitragssätze zehn Jahre lang bemerkenswert konstant geblieben waren.

Hintergrund ist der demografische Wandel, dessen Auswirkungen sich 2028 besonders stark bemerkbar machen werden. Die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer gehen dann verstärkt in Rente, während gleichzeitig weniger junge Menschen ins Berufsleben eintreten. Dadurch verschlechtert sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern erheblich.

Experten gehen davon aus, dass der tatsächliche Beitragsanstieg sogar höher ausfallen könnte als die aktuellen Prognosen der Rentenversicherung vermuten lassen. Die lange Phase stabiler Beitragssätze endet damit abrupt. Der demografische Druck, der sich über Jahre aufgebaut hat, entlädt sich konzentriert in diesem Zeitraum.