Zum 1. Juli 2026 erhalten Rentnerinnen und Rentner in Deutschland 4,24 Prozent mehr Geld. Das Bundeskabinett beschloss die Anpassung am 29. April 2026, der Bundesrat stimmte im Juni zu. Ursprünglich hatte die Deutsche Rentenversicherung nur 3,73 Prozent erwartet – möglich wurde das höhere Plus durch eine bessere Lohnentwicklung im Jahr 2025.
Konkret steigt der aktuelle Rentenwert – also der Betrag pro erarbeitetem Entgeltpunkt – von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Wer 45 Jahre lang durchschnittlich verdient hat, bekommt damit 77,85 Euro brutto mehr pro Monat. Das Rentenniveau bleibt bis 2031 gesetzlich bei 48 Prozent gesichert. Ab 2032 entfällt diese Haltelinie jedoch: Dann greift wieder ein Nachhaltigkeitsfaktor, der Rentenerhöhungen dämpft, wenn die Demografie das System belastet.
Gleichzeitig steigt das Renteneintrittsalter weiter. Ab 2031 wird es an die Lebenserwartung gekoppelt: Ein Jahr mehr Lebenserwartung bedeutet acht Monate längeres Arbeiten. Für heute Geborene könnte das Renteneintrittsalter dadurch auf 70 Jahre steigen. Wer früher aufhören will, muss dauerhaft 0,3 Prozent Abschlag pro Monat einkalkulieren.
Renten steigen ab Juli 2026 um 4,24 Prozent – doch das Eintrittsalter kletter...
Warum das wichtig ist
Wer heute 40 Jahre alt ist, sollte einplanen, bis mindestens 68 zu arbeiten – und ab 2032 mit geringeren Rentenerhöhungen zu rechnen als bisher.