Rund 15 bis 20 Prozent der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sind von Armut bedroht – für Menschen über 65 Jahren liegt das Risiko damit höher als in der Gesamtbevölkerung. Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamts.
Der Hauptgrund liegt im Aufbau der gesetzlichen Rente, dem sogenannten Umlagesystem: Wer mehr Beiträge einzahlt, bekommt später mehr heraus. Wer dagegen lange in Teilzeit oder im Niedriglohnsektor gearbeitet hat, erhält am Ende eine entsprechend niedrige Rente. Besonders betroffen sind Frauen, weil sie häufiger Sorgearbeit übernehmen, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen – und deshalb öfter ihre Erwerbsbiografie unterbrechen. Auch wer sein gesamtes Berufsleben im Minijob verbracht hat, zahlt kaum Sozialversicherungsbeiträge und baut damit kaum Rentenansprüche auf. Krankheit und Erwerbsminderung kommen als weitere Risikofaktoren hinzu.
Staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen können die Lücke teilweise schließen, reichen aber nicht für alle Betroffenen aus.
Jeder fünfte Rentner in Deutschland von Altersarmut bedroht
Warum das wichtig ist
Wer heute in Teilzeit oder im Minijob arbeitet, sollte frühzeitig prüfen, ob die späteren Rentenansprüche zum Leben reichen – staatliche Ergänzungsleistungen können die Lücke nur teilweise schließen.