Ein Heimplatz kostet Pflegebedürftige im ersten Jahr durchschnittlich 3.364 Euro im Monat aus eigener Tasche. Das hat der Verband der Ersatzkassen im Juli 2026 ausgewertet. Die durchschnittliche Altersrente liegt bei 1.154 Euro – die Lücke ist also erheblich.

Die 3.364 Euro setzen sich aus drei Posten zusammen: rund 1.775 Euro für die Pflege selbst, rund 1.068 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie rund 521 Euro Investitionskosten. Regional gibt es große Unterschiede: Bremen ist mit rund 3.760 Euro am teuersten, Sachsen-Anhalt mit rund 2.890 Euro am günstigsten. Je länger jemand im Heim lebt, sinkt der Eigenanteil – ab dem vierten Jahr auf rund 2.111 Euro, weil die Pflegekasse schrittweise höhere Zuschläge zahlt.

Reichen Rente und Vermögen der Eltern nicht aus, übernimmt das Sozialamt die Kosten. Kinder zieht es nur heran, wenn ihr Jahresbruttoeinkommen über 100.000 Euro liegt. Unabhängig davon kann das Sozialamt Schenkungen der Eltern aus den letzten zehn Jahren zurückfordern.