Gleiche Rente, völlig unterschiedliche Kaufkraft: Eine Analyse der Deutschen Kreditbank (DKB) zeigt, wie stark regionale Preisunterschiede die Rente entwerten – oder aufwerten. Die Bank verglich dafür die 30 größten deutschen Städte anhand von Rentenzahlbeträgen und örtlichem Preisniveau.

Gelsenkirchen führt das Ranking an. Dort erhalten Rentner im Schnitt 1.614 Euro – doch weil die Lebenshaltungskosten niedrig sind, entspricht das einer kaufkraftbereinigten Rente von 1.721 Euro. Duisburg folgt mit 1.701 Euro, Wuppertal mit 1.679 Euro. Das Schlusslicht bildet München: Dort schrumpft dieselbe Rente auf eine Kaufkraft von nur 1.251 Euro. Berlin kommt auf 1.452 Euro und landet auf Platz 26.

Besonders deutlich wird der Effekt an einem Modell mit 1.000 Euro Einheitsrente: In Chemnitz entspricht das einer Kaufkraft von 1.094 Euro, in München dagegen nur 807 Euro – rund 19 Prozent weniger als im Bundesdurchschnitt. Haupttreiber der Unterschiede sind die Wohnkosten, vor allem die Mieten.