Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank zum Wochenstart auf 91,19 US-Dollar je Barrel (159 Liter) – ein Rückgang von mehr als 2,5 Prozent gegenüber Freitag. Damit folgt auf den kräftigen Anstieg der Vorwoche eine Gegenbewegung. Seit Jahresbeginn hat sich Rohöl dennoch um mehr als 50 Prozent verteuert.

Hintergrund ist der Konflikt um die Straße von Hormus, die wichtigste Schifffahrtsroute für Öl aus dem Persischen Golf. Der Iran blockiert sie weiterhin und knüpft eine Öffnung an die Umsetzung eines im Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Laut dem Datenanbieter Kpler passierten zuletzt nur noch vier kommerzielle Schiffe täglich die Meerenge – vor dem Krieg waren es Dutzende. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte in der „Financial Times" eine umfassende Wirtschaftsoffensive gegen den Iran an, darunter Sanktionen gegen Banken, Reedereien und Drittstaaten. Das größte Risiko dabei: China kauft mehr als 80 Prozent des noch exportierten iranischen Öls – Druck auf Peking könnte einen neuen Sanktionskonflikt auslösen.