Pasta hat die Kartoffel als Lieblingslebensmittel der Deutschen abgelöst. In einer YouGov-Umfrage nennen 46 Prozent der Befragten Nudeln als ihre bevorzugte Beilage, nur 39 Prozent wählen Kartoffeln. Gleichzeitig essen 63 Prozent der Deutschen mindestens einmal pro Woche ein Nudelgericht.
Der Wandel ist dramatisch: Seit 1990 hat sich der Pro-Kopf-Konsum in Deutschland mehr als verdoppelt – auf 10,1 Kilogramm pro Jahr. Als Hauptgründe nennen Verbraucher laut YouGov die schnelle Zubereitung und die Eignung für gemeinsame Familienmahlzeiten. Besonders jüngere Generationen greifen zur Pasta; bei den Boomern liegt die Kartoffel noch knapp vorn (50 Prozent).
Auch als Produzent holt Deutschland auf: Mit gut 304.000 Tonnen hergestellter Pasta belegt es Platz drei in Europa – hinter Spanien (379.000 Tonnen) und weit hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Italien, der 4,2 Millionen Tonnen produziert. Das entspricht 69 Prozent der gesamteuropäischen Produktion von 6,1 Millionen Tonnen.
Nudeln verdrängen Kartoffeln: Deutsche essen doppelt so viel Pasta wie 1990
Warum das wichtig ist
Wer Nudeln kauft, greift statistisch gesehen 10,1 Kilogramm pro Jahr in den Einkaufswagen – mehr als doppelt so viel wie noch vor 35 Jahren.