Ab Januar 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die staatlich geförderte Riester-Rente. Ende 2025 bestanden rund 14,66 Millionen Riester-Verträge – viele davon werden nicht mehr aktiv bespart.
Eine Modellrechnung des Finanzdienstleisters Raisin zeigt, wie groß der Unterschied werden kann. Eine kinderlose Sparerin mit rund 49.400 Euro Bruttojahreseinkommen zahlt monatlich 150 Euro ein. Im Riester-Modell erhält sie 175 Euro Grundzulage jährlich; bei drei Prozent Nettorendite wächst das Kapital in 30 Jahren auf rund 95.300 Euro. Im neuen Depot steigt die Grundzulage auf 540 Euro pro Jahr. Wer das Geld vollständig in breit gestreute Aktien-ETFs – also Fonds, die einen ganzen Marktindex abbilden – investiert, kommt bei 7,4 Prozent Nettorendite auf rund 244.800 Euro. Das sind 149.500 Euro mehr.
Schon nach 20 Jahren beträgt der Abstand knapp 50.000 Euro. Vom Vorsprung nach 30 Jahren entfallen laut Raisin rund 37.100 Euro auf die höhere Förderung und 112.400 Euro auf Rendite- und Kostenvorteile. Kim Felix Fomm, Chief Investment Officer bei Raisin, rechnet allein im ersten Jahr mit mindestens einer Million Wechseln.
Neues Altersvorsorgedepot startet 2027 – 149.500 Euro mehr als Riester
Warum das wichtig ist
Wer noch mehr als zehn Jahre bis zur Rente hat und einen teuren Riester-Versicherungsvertrag besitzt, könnte laut Modellrechnung mit dem Wechsel ins neue Depot über 149.000 Euro mehr ansparen.