Der US-Chiphersteller Micron Technology hat die Aktienmärkte in Ostasien angetrieben. Nachdem das Unternehmen seine Quartalszahlen und Prognosen deutlich über den Markterwartungen präsentiert hatte, kehrte der Optimismus rund um Künstliche Intelligenz zurück – und das zeigte sich besonders in Japan und Südkorea.

Der japanische Nikkei-225 legte bis zur Mittagspause um 3,9 Prozent auf 71.854 Punkte zu und liegt damit nur noch 1,4 Prozent unter seinem Rekordhoch. Südkoreas Leitindex Kospi, der am Dienstag noch einen historischen Tagesverlust von fast zehn Prozent verzeichnet hatte, sprang um 4,9 Prozent auf 8.855 Punkte. Beide Länder gelten als zentrale Hardware-Lieferanten für KI-Rechenzentren. Taiwans Taiex-Index erholte sich dagegen nur um ein Prozent. Microns starke Zahlen hatten zuvor auch an der Wall Street gewirkt: Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent, während der Nasdaq leicht nachgab.

Marktbeobachter werteten Microns Ergebnisse als Signal, dass das KI-Geschäft trägt. Die Sorgen vor einer spekulativen Blase traten damit vorerst in den Hintergrund.