Bundeskanzler Friedrich Merz will die Luftverkehrsteuer weiter reduzieren. Bei einem Auftritt vor der IHK Berlin erklärte der CDU-Chef, die schwarz-rote Bundesregierung habe die zuletzt beschlossene Erhöhung dieser Abgabe – die Flugtickets direkt verteuert – zum 1. Juli bereits zurückgenommen. „Der zweite Teil muss folgen", sagte Merz. Konkrete Maßnahmen nannte er nicht, räumte aber ein, dass weitere Senkungen den Bundeshaushalt belasten würden.
Hintergrund ist der Druck der Luftfahrtbranche: Ryanair und Easyjet haben ihr Flugangebot in Deutschland wegen hoher Kosten bereits gekürzt. Der Branchenverband BDL fordert, Steuern und Gebühren zu halbieren – andernfalls drohten weitere Streckenkürzungen. Ryanair verlangt sogar die vollständige Abschaffung der Steuer. Der Flughafenverband ADV lobte Merz' Ankündigung als „wichtiges Signal", warnte aber ebenfalls zur Eile.
Merz begründete seinen Kurs damit, dass Fluggesellschaften Umsätze ins Ausland verlagern, solange Deutschland teurer als Nachbarländer bleibt.
Merz kündigt weitere Senkung der Luftverkehrsteuer an
Warum das wichtig ist
Wer ab Deutschland fliegt, könnte künftig weniger Luftverkehrsteuer zahlen – wie viel genau, ist noch offen.