Drei Entwicklungen belasten Verbraucher gleichzeitig: Die Inflation zieht an, der Lebensmittelhandel konzentriert sich weiter, und das Deutschlandticket wird teurer.

Die Inflationsrate in Deutschland kletterte im September 2026 auf 3,3 Prozent – der höchste Stand seit Ende 2023. In Hessen lag sie sogar bei 3,4 Prozent. Haupttreiber sind Energiepreise: Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich um rund 80 Prozent, Kraftstoffe um knapp 40 Prozent. Lebensmittel dagegen stiegen bundesweit nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das ifo Institut warnt jedoch, dass Unternehmen die gestiegenen Energiekosten zunehmend an Kunden weitergeben. Die sogenannten Preiserwartungen – ein Indikator dafür, wie viele Firmen Preiserhöhungen planen – stiegen im Handel besonders stark, von 30,0 auf 35,6 Punkte.

Parallel dazu warnt die Monopolkommission vor wachsender Marktmacht im Lebensmitteleinzelhandel. Vier Ketten – Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe und Aldi – kontrollieren bereits über 90 Prozent der Branchenumsätze. Nachdem das Bundeskartellamt Edeka die Übernahme von 178 Tegut-Märkten genehmigt hat, mahnt das Gremium, Behörden müssten intensiver verhindern, dass die großen Vier Preise hochtreiben.

Ab Januar 2027 steigt zudem das Deutschlandticket von 63 auf 66,80 Euro monatlich – erstmals berechnet nach einem festen Kostenindex, der Personal- und Energiekosten abbildet.