Lebensmittel in Deutschland sind zwischen Anfang 2020 und Mitte 2025 um 36,3 Prozent teurer geworden. Das geht aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Rheinische Post berichtete. Die allgemeine Inflation lag im selben Zeitraum bei 22 Prozent – also 14,3 Prozentpunkte darunter.

Besonders stark verteuerten sich Geflügelfleisch, Molkereiprodukte, Eier, Speisefette und -öle sowie Zucker. Weniger stark betroffen waren Obst, Fisch, Getränke und Fertiggerichte.

Linkenpolitikerin Ina Latendorf fordert daraufhin politische Konsequenzen: Sie verlangt eine Preisbeobachtungsstelle, eine Begrenzung der Gewinnmargen großer Supermarktkonzerne und die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Die Bundesregierung hat bislang keine regulatorischen Maßnahmen ergriffen.