Kubas kommunistische Regierung kündigt Wirtschaftsreformen an und will künftig mehr Privatwirtschaft zulassen. Gleichzeitig plant Havanna, staatliche Eingriffe in die Wirtschaft zurückzufahren. Freiwillig geschieht das nicht.

Hintergrund sind verschärfte US-Sanktionen, die Washington zuletzt immer stärker gegen die Karibikinsel eingesetzt hat. Der wirtschaftliche Druck aus den USA hat die Regierung in Havanna offenbar zu dem Schritt bewogen. Konkret bedeutet das: Ein System, das seit Jahrzehnten auf staatlicher Kontrolle beruht, soll sich schrittweise für private Akteure öffnen.

Kuba gilt als eine der letzten kommunistischen Diktaturen weltweit. Privatwirtschaft war dort lange kaum möglich – der Staat kontrollierte nahezu alle wirtschaftlichen Bereiche. Wie weit die angekündigten Reformen tatsächlich gehen und welche Sektoren betroffen sind, lassen beide Quellen offen.