Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die steuerliche Haltefrist für Kryptowährungen zu streichen. Bisher gilt: Wer Bitcoin länger als ein Jahr privat hält, verkauft Gewinne steuerfrei. Das soll sich ändern – Krypto-Gewinne würden dann wie Aktiengewinne besteuert, also mit der pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.

Gleichzeitig drückt der Kurs. Nach seinem Rekordhoch im vergangenen Herbst ist Bitcoin um rund die Hälfte gefallen und pendelt seit Monaten zwischen 60.000 und 65.000 US-Dollar. Betroffen wären laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von BearingPoint rund 8,9 Millionen Menschen – das entspricht 12,8 Prozent der Erwachsenen in Deutschland. Gegen die Pläne läuft seit dem 4. August eine Bundestagspetition; bis zum 15. September 2026 müssen mindestens 30.000 Unterschriften zusammenkommen.

Ob die Reform kommt, ist offen. Viele Details – etwa Übergangsregelungen – sind noch ungeklärt. Zudem haben CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, keine Steuern zu erhöhen.