Die IKK Classic hebt zum 1. August 2026 ihren Zusatzbeitrag – den kassenindividuellen Aufschlag auf den gesetzlichen Grundbeitrag – von 3,4 auf 3,85 Prozent an. Damit steigt ihr Gesamtbeitragssatz auf 18,45 Prozent. Es ist die zweite unterjährige Erhöhung in diesem Jahr: Bereits zum April hatte die IKK Südwest ihren Satz auf 18,47 Prozent angehoben.

Besonders brisant: Krankenkassen müssen ihre Mitglieder künftig nicht mehr aktiv über Beitragserhöhungen informieren. Die entsprechende Infopflicht entfällt durch eine Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Damit verschwindet auch der Pflichthinweis auf das Sonderkündigungsrecht – wer wechseln will, muss sich bis Monatsende eine neue Kasse suchen. Wer die Frist verpasst, kann trotzdem kündigen, muss dann aber die reguläre Frist von zwei Monaten einhalten.

Zum Vergleich: Die Techniker Krankenkasse liegt bei 17,29 Prozent, die Barmer bei 17,89 Prozent. Nur fünf Prozent aller GKV-Versicherten wechselten laut einer Innofact-Umfrage zuletzt ihre Kasse.