Die Teuerungsrate in der Euro-Zone ist im Mai auf 3,2 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Inflationswert seit zweieinhalb Jahren. Besonders Dienstleistungen und unverarbeitete Lebensmittel verteuerten sich deutlich. Auch die Energiepreise trugen zum Anstieg bei.

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht nun vor einer wichtigen Entscheidung. In der kommenden Woche tagt die Notenbank und könnte auf die gestiegene Inflation reagieren. Experten rechnen mit einer möglichen Erhöhung der Leitzinsen. Diese bestimmen, wie teuer sich Banken Geld bei der Zentralbank leihen können.

Deutschland verzeichnet durch den Tankrabatt eine etwas niedrigere Teuerung als andere Euro-Länder. Dennoch spüren Verbraucher die steigenden Preise bei alltäglichen Ausgaben. Die Entwicklung erinnert an die Inflationswelle von 2022, als die Preise stark anstiegen.

Die EZB hatte zuletzt versucht, die Inflation durch ihre Geldpolitik zu kontrollieren. Der erneute Anstieg zeigt, dass die Preisentwicklung weiterhin volatil bleibt.