Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juni 2026 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen – nach 2,6 Prozent im Mai und 2,9 Prozent im April. Das meldet das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Preise sogar um 0,3 Prozent.
Zwei Faktoren treiben den Rückgang: Fallende Ölpreise infolge einer Entspannung im Iran-Konflikt und ein befristeter staatlicher Tankrabatt, der laut Bundesbank die Inflationsrate um rund 0,25 Prozentpunkte dämpft. Konkret zeigt sich das bei den Energiepreisen: Sie stiegen im Juni nur noch um 3,4 Prozent – nach 6,6 Prozent im Mai. Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,4 Prozent, Dienstleistungen um 3,1 Prozent. Die Kerninflation – also die Teuerung ohne Energie und Lebensmittel – blieb stabil bei 2,5 Prozent.
Ökonomen hatten für Juni eine Rate von 2,6 Prozent erwartet; der tatsächliche Wert liegt damit deutlich darunter. Das EZB-Ziel von 2,0 Prozent ist allerdings noch nicht erreicht. Die Zentralbank hatte den Leitzins zuletzt im Juni von 2,0 auf 2,25 Prozent angehoben.
Inflation in Deutschland fällt im Juni auf 2,3 Prozent
Warum das wichtig ist
Wer im Juni tankt oder einkauft, spürt die Entlastung direkt: Energie ist gegenüber Mai fast halb so stark gestiegen wie noch einen Monat zuvor.