Wer heute ein Haus kauft, zahlt deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Laut dem Finanzdienstleister Interhyp liegen die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen aktuell bei 4,2 Prozent. Konkurrent Dr. Klein weist 4,1 Prozent aus. Vor zwölf Monaten lag der Wert noch bei 3,4 Prozent – ein Anstieg von 0,7 Prozentpunkten in einem Jahr.
Was das konkret bedeutet, zeigt ein Rechenbeispiel des Geldratgebers Finanztip: Bei einer Finanzierung von 300.000 Euro schlägt der Zinsanstieg mit rund 250 Euro mehr pro Monat zu Buche. Treiber dieser Entwicklung sind die Kapitalmärkte. Zehnjährige Bundesanleihen – also Staatsschulden, an denen sich Banken bei der Kreditvergabe orientieren – rentierten Mitte September so hoch wie seit 17 Jahren nicht mehr. Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs schüren zusätzlich Inflationssorgen und halten das Zinsniveau oben.
Eine schnelle Entspannung erwartet Interhyp-Chef Jörg Utecht nicht. Käufer sollten sich darauf einstellen, dass die Zinsen vorerst über vier Prozent bleiben. Wer dennoch kaufen will, prüft laut Interhyp-Experte Thomas Kreil heute genauer, welche monatliche Rate langfristig ins Budget passt.
Bauzinsen steigen auf 4,2 Prozent – Hauskauf kostet 250 Euro mehr im Monat
Warum das wichtig ist
Bei einem Darlehen von 300.000 Euro zahlen Käufer gegenüber dem Vorjahr rund 250 Euro mehr pro Monat – das sind 3.000 Euro zusätzlich im Jahr.