Das Ifo-Institut hat Einsparmöglichkeiten im Bundeshaushalt analysiert und konkrete Kürzungsvorschläge vorgelegt. Im Fokus stehen dabei das Elterngeld und die Mütterrente – zwei der größten Sozialleistungen im Familienbereich.
Hintergrund ist eine wachsende Finanzierungslücke: In der Bundesplanung für die kommenden Jahre klaffen Milliardenlücken, gleichzeitig steigt die Staatsverschuldung. Das Ifo-Institut reagiert darauf mit einer Studie, die konkrete Einsparpotenziale benennt. Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen ist die deutliche Absenkung der Einkommensgrenze beim Elterngeld – also des Höchstbetrags, bis zu dem Eltern die Leistung beziehen dürfen. Auch bei der Mütterrente, die Frauen mit vor 1992 geborenen Kindern eine höhere Rentenanrechnung sichert, sowie bei künftigen Rentenerhöhungen sieht das Institut Spielraum nach unten.
Die Vorschläge kommen aus einem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut und sind keine Regierungspläne. Sie zeigen aber, welche Leistungen in der Haushaltsdebatte unter Druck geraten könnten.
Ifo-Institut schlägt Kürzungen bei Elterngeld und Mütterrente vor
Warum das wichtig ist
Wer Elterngeld bezieht oder auf die Mütterrente angewiesen ist, sollte die politische Debatte der kommenden Monate verfolgen – die Ifo-Vorschläge könnten die Grundlage für Gesetzesänderungen bilden.