Die gesetzliche Krankenversicherung wird teurer und bietet weniger. Ab 2027 steigen die Zuzahlungen für Medikamente, gleichzeitig sinken die Zuschüsse beim Zahnersatz. Gutverdiener zahlen zudem auf einen größeren Teil ihres Einkommens Beiträge, weil die Beitragsbemessungsgrenze steigt. Das macht die GKV für viele weniger attraktiv – und die PKV interessanter.
Wer wechseln will, sollte Tarife jedoch genau prüfen. Prozentangaben wie „80 Prozent Zahnersatz" sagen wenig, solange Staffelgrenzen in den ersten Versicherungsjahren oder Höchstbeträge für Implantate die tatsächliche Erstattung drücken. Ähnliches gilt für Heilmittel wie Physiotherapie: Erstattungsgrenzen und anerkannte Behandler variieren je nach Tarif erheblich. Experten raten deshalb, nicht nur auf den Einstiegsbeitrag zu schauen, sondern die konkreten Versicherungsbedingungen zu vergleichen.
Analysten sehen die Entwicklung klar: Die abnehmenden GKV-Leistungen dürften das Interesse an einem PKV-Wechsel – besonders zum Jahreswechsel – spürbar erhöhen.
GKV-Reform treibt Versicherte zur privaten Krankenversicherung
Warum das wichtig ist
Wer als Gutverdiener künftig bis zu 1.370 Euro monatlich in die GKV einzahlt, bekommt dafür ab 2027 weniger Leistung – ein konkreter Anlass, PKV-Tarife zu vergleichen.