Obwohl der Iran-Krieg die Gaspreise am Großhandelsmarkt von rund 30 Euro auf bis zu 66 Euro je Megawattstunde getrieben hat, kommen diese Kosten bei den meisten Haushalten bislang nicht an. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox. Der Grund: Energieversorger kaufen Gas für Bestandskunden langfristig ein und können so kurzfristige Schwankungen abpuffern. Zuletzt lagen die Großhandelspreise wieder bei rund 41 Euro je Megawattstunde.

Bleibt das Preisniveau stabil, könnten rund 3,7 Millionen Haushalte in der Grundversorgung sogar weniger zahlen als im Vorjahr – konkret sinken die Durchschnittskosten für einen Musterhaushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch von 2.802 auf 2.687 Euro, ein Minus von 4,1 Prozent. Weitere 7,5 Millionen Haushalte mit lokalem Sondertarif könnten rund 3 Prozent sparen.

Anders sieht es für Neukunden aus: Dort stieg der durchschnittliche Gaspreis seit Jahresbeginn um 10,5 Prozent auf 12,3 Cent je Kilowattstunde. Zudem warnt Verivox, dass einzelne Versorger noch bis Jahresende Preisanpassungen vornehmen könnten.