Unionsfraktionschef Thorsten Frei lehnt jede Nachbesserung am geplanten Rentenpaket ab. „Diesen Verhandlungsspielraum sehe ich wirklich nicht", sagte der CDU-Politiker gegenüber Welt TV. Wer am Paket rüttele, riskiere das Scheitern der gesamten Reform.
Konkret geht es um die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren – im Volksmund „Rente mit 63" genannt, obwohl der frühestmögliche Eintritt heute bei 64,5 Jahren liegt. Die Rentenkommission empfiehlt, diese Regelung vollständig abzuschaffen. Die Koalitionsspitzen wollen die Vorschläge eins zu eins umsetzen. Laut Deutscher Rentenversicherung nutzten im vergangenen Jahr rund 260.000 Menschen diesen Weg in den Ruhestand – mehr als ein Viertel aller Neu-Rentner.
Besonders in Ostdeutschland trifft die Debatte einen Nerv: Dort nutzte fast jeder dritte neue Rentner (32,9 Prozent) die Frühverrentung, in Westdeutschland waren es 27,3 Prozent. Sieben Ministerpräsidenten, darunter alle fünf ostdeutschen Regierungschefs, sprechen sich gegen die Abschaffung aus.
Frei blockiert Nachverhandlungen zur Abschaffung der Rente mit 63
Warum das wichtig ist
Wer heute 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann mit 64,5 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – diese Möglichkeit soll künftig wegfallen.