Früh in Rente, aber ohne Rücklagen: Eine Umfrage von JP Morgan Asset Management unter mehr als 2.000 Befragten zeigt, dass über 40 Prozent der jungen Erwerbstätigen vor dem 65. Lebensjahr aufhören wollen zu arbeiten. Zwei Drittel davon streben sogar einen Ausstieg vor 60 an. Gleichzeitig weiß mehr als die Hälfte dieser Gruppe nicht, wie viel sie jährlich zurücklegen müsste, um das zu erreichen.
Das Problem liegt im Alltag: Fast jeder zweite 18- bis 29-Jährige steckt Geld lieber in Reisen als in die Altersvorsorge – mehr als jede andere Altersgruppe. Jeder vierte Befragte hat bereits Geld aus seinem Vorsorgekonto entnommen oder einen Kredit darauf aufgenommen. Als Gründe nennen Betroffene unerwartete Ausgaben, Immobilienkäufe und Kreditkartenschulden. Alyson Frost, Leiterin der Altersvorsorgeanalyse bei JPMorgan, erklärt: Schulden wirken dringend, der Ruhestand erscheint weit entfernt.
Die Studie empfiehlt, zwölf bis 15 Prozent des Einkommens jährlich zurückzulegen. Mit 30 sollte das Einfache des Jahresgehalts gespart sein, mit 60 das Achtfache.
Gen Z will mit 60 in Rente – hat aber keinen Sparplan dafür
Warum das wichtig ist
Wer mit 60 aufhören will zu arbeiten, muss laut JP Morgan bis dahin das Achtfache seines Jahresgehalts angespart haben – bei 40.000 Euro Jahreseinkommen wären das 320.000 Euro.