Hohe Gaspreise und niedrige Speicherstände veranlassen die FDP, eine Ausweitung der deutschen Gasgewinnung zu fordern. FDP-Generalsekretär Martin Hagen sprach sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur ausdrücklich für den Einsatz von Fracking aus – einem Verfahren, bei dem Gestein unter hohem Druck aufgebrochen wird, um Erdgas zu gewinnen. Umweltrisiken seien durch verbesserte Steuerung und Überwachung mittlerweile minimierbar, so Hagen.

Gleichzeitig drängt die FDP auf neue Energiepartnerschaften – innerhalb der EU, mit Beitrittskandidaten sowie mit Ländern im Mittelmeerraum. Hagen kritisierte die aktuelle Lage als Folge verfehlter Energiepolitik der Bundesregierung. Die niedrigen Speicherstände gefährdeten die Versorgungssicherheit, besonders mit Blick auf den Winter.

Zusätzlich will die FDP die Steuern, Abgaben und Umlagen auf Gas senken. Diese machen laut Hagen derzeit rund 30 Prozent des deutschen Gaspreises aus. Hohe Energiepreise seien schon jetzt ein Wettbewerbsnachteil für die Wirtschaft – und dieser werde sich ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärfen.