Die EU setzt ihren Zolldeal mit US-Präsident Donald Trump um: Seit diesem Mittwoch dürfen Industriegüter und Hummer aus den USA zollfrei in die EU eingeführt werden. Für bestimmte Agrarprodukte und Meeresfrüchte gelten zudem ermäßigte Zölle oder Zollkontingente – also mengenbegrenzte Einfuhrquoten zu günstigeren Konditionen.
Der Deal, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Trump im vergangenen Jahr ausgehandelt hatten, sollte einen drohenden Handelskrieg abwenden. Der Preis dafür ist hoch: Die EU akzeptiert US-Zölle von bis zu 15 Prozent auf die meisten europäischen Warenexporte in die USA. Trump hatte den 4. Juli als Frist gesetzt und bei Nichteinhaltung deutlich höhere Gegenzölle angedroht.
Das Abkommen enthält eine Sicherheitsklausel: Hält sich Washington nicht an seine Zusagen, kann die EU ihre Zollzugeständnisse wieder aussetzen. Außerdem läuft der Deal automatisch am 31. Dezember 2029 aus. Bis zum 30. Juni 2029 muss die EU-Kommission die Folgen der Vereinbarung umfassend bewerten und kann eine Verlängerung vorschlagen.
EU hebt Zölle auf US-Industriegüter und Hummer auf
Warum das wichtig ist
US-Produkte wie Hummer oder bestimmte Lebensmittel könnten in der EU günstiger werden – wie stark die Preise tatsächlich sinken, hängt davon ab, ob Händler die Zollersparnis weitergeben.