Der Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments hat am Dienstag mit breiter Mehrheit für die Einführung eines digitalen Euro gestimmt. Die Zustimmung des Parlamentsplenums gilt als Formsache – sie soll in zwei Wochen erfolgen.
Danach beginnt der sogenannte Trilog: EU-Parlament, EU-Kommission und die nationalen Regierungen verhandeln gemeinsam das nötige Gesetzespaket. Es regelt neben dem digitalen Euro auch die künftige Rolle von Bargeld. Ziel ist eine endgültige Einigung bis Ende 2025. Die EZB plant die offizielle Einführung für 2029; ein Pilotprojekt könnte bereits 2027 starten.
Die digitale Währung soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen, und überall im Euro-Raum als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Hinter dem Projekt steht auch ein strategisches Ziel: Europa will unabhängiger werden von US-Anbietern wie PayPal, Apple Pay, Mastercard oder Visa. Der zuständige Berichterstatter Fernando Navarrete Rojas betonte, private und staatliche Zahlungslösungen sollten sich gegenseitig ergänzen – kein Entweder-oder.
EU-Ausschuss ebnet Weg für digitalen Euro ab 2029
Warum das wichtig ist
Wer heute mit PayPal oder Apple Pay zahlt, könnte ab 2029 alternativ eine offizielle EZB-App nutzen – kostenlos und überall im Euro-Raum akzeptiert.