Die deutschen Finanzverwaltungen haben im vergangenen Jahr 21,4 Milliarden Euro an Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt – ein Plus von knapp 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das meldet das Statistische Bundesamt. Insgesamt wechselten dabei Vermögenswerte von rund 141 Milliarden Euro den Besitzer.

Den stärksten Schub lieferten sehr große Vermögensübertragungen ab 20 Millionen Euro. Besonders Unternehmensanteile und Betriebsvermögen spielten dabei eine zentrale Rolle. Getrennt betrachtet stieg die Erbschaftsteuer um 57,1 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro, die Schenkungsteuer – also Übertragungen zu Lebzeiten – sogar um 67,3 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro.

Trotz des Rekords erfasst die Statistik nur einen Bruchteil aller Vermögensübergänge, denn die meisten Erbschaften und Schenkungen bleiben steuerfrei. Kinder erben bis zu 400.000 Euro ohne Abgaben, Ehepartner bis zu 500.000 Euro. Zusätzlich wurde die sogenannte Erbfallkostenpauschale – ein Pauschalabzug für Beerdigungskosten und ähnliche Ausgaben – 2025 von 10.300 auf 15.000 Euro angehoben.