Die deutschen Finanzverwaltungen haben 2025 Erbschaft- und Schenkungsteuer in Höhe von 21,4 Milliarden Euro festgesetzt – 60,8 Prozent mehr als im Vorjahr und der höchste Wert seit Einführung dieser Steuer. Das meldet das Statistische Bundesamt.
Haupttreiber sind sehr große Vermögensübertragungen ab 20 Millionen Euro: Dort hat sich die festgesetzte Steuer mehr als verdoppelt, konkret um 146,8 Prozent. Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer erreichten dabei jeweils eigene Spitzenwerte. Auf Erbschaften entfielen 13,3 Milliarden Euro – weit über dem bisherigen Rekord von 9,0 Milliarden Euro aus dem Jahr 2021. Schenkungen zu Lebzeiten brachten 8,1 Milliarden Euro ein, ein Plus von 67,3 Prozent. Insgesamt wechselten 141,1 Milliarden Euro Vermögen den Besitzer, 23,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark stiegen Übertragungen von Anteilen an Kapitalgesellschaften – also Unternehmensanteilen wie GmbH- oder AG-Anteilen – um 129 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro.
Wichtig: Die Statistik erfasst nur steuerpflichtige Fälle. Die meisten Vermögensübergänge bleiben innerhalb gesetzlicher Freibeträge und tauchen in diesen Zahlen gar nicht auf.
Erbschaft- und Schenkungsteuer springt 2025 auf Rekord von 21,4 Milliarden Euro
Warum das wichtig ist
Wer 2025 geerbt oder eine Schenkung erhalten hat und Steuern zahlen musste, zählt zu den rund 180.000 Menschen, auf die sich dieser Rekordwert verteilt – das entspricht etwa 0,2 Prozent der Bevölkerung.