Wohnen bleibt der größte Einzelposten im deutschen Haushaltsbudget. Laut einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) flossen 2024 rund 23,3 Prozent der Konsumausgaben in Miete, Nebenkosten und Wohneigentum – das entspricht fast einem Viertel jedes ausgegebenen Euros. Damit liegt Deutschland im EU-Durchschnitt, zwischen Tschechien (32 Prozent) und Kroatien (14,4 Prozent).
Gleichzeitig dürfte Wohnen teurer werden. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erwartet für 2026 einen Preisanstieg von drei Prozent. Der Grund: Der Neubau stockt, sodass der Bedarf an neuen Wohnungen nur zu 58 Prozent gedeckt wird. Dazu kommt ein regionales Ungleichgewicht – neuer Wohnraum entsteht oft in schrumpfenden Landregionen, während in Städten Wohnungen fehlen. Zwischen 2018 und 2025 stiegen die Kaufpreise bundesweit bereits sieben Prozent stärker als die verfügbaren Einkommen, besonders in Süddeutschland, dem Berliner Umland und dem Raum Hamburg und Frankfurt.
Für junge Haushalte ist Wohneigentum laut BVR oft nur mit familiärer Unterstützung oder Erbschaften erreichbar. Der Verband fordert deshalb Entlastungen bei der Grunderwerbsteuer.
Deutsche geben fast jeden vierten Euro fürs Wohnen aus
Warum das wichtig ist
Wer 2026 eine Immobilie kaufen will, muss mit drei Prozent höheren Preisen rechnen – in Ballungsräumen wie München, Berlin oder Hamburg fällt der Aufschlag erfahrungsgemäß noch deutlicher aus.