Der Dax hat am Donnerstag mit minus 1,2 Prozent bei 24.807 Punkten geschlossen – dem niedrigsten Stand seit Ende Juli. Schon zum Börsenstart rutschte der deutsche Leitindex unter die 25.000-Punkte-Marke, am frühen Nachmittag fiel er zeitweise unter 24.800 Zähler.

Zwei Faktoren drücken gleichzeitig auf die Stimmung: steigende Ölpreise und hohe Anleiherenditen. Ein Medienbericht über mögliche US-Angriffe auf den Iran trieb Brent-Öl um rund fünf Prozent auf 105,69 Dollar je Barrel, das US-Öl WTI auf 92,65 Dollar. Anleiherenditen – also die Zinsen, die Staaten für ihre Schulden zahlen müssen – bleiben ebenfalls hoch: Die zehnjährige US-Staatsanleihe rentiert bei 5,27 Prozent, nahe dem höchsten Stand seit 2002. Marktexperte Andreas Lipkow von CMC Markets erklärt: Solange weder Energiepreise noch Anleiherenditen nachgeben, bleibt die Kaufbereitschaft bei Aktien begrenzt.

Auch andere Märkte gerieten unter Druck. Der MDax verlor 2,01 Prozent, der EuroStoxx 50 sank um 0,87 Prozent. In den USA schlossen Dow Jones und S&P 500 je 0,3 Prozent tiefer, der Nasdaq gab 0,9 Prozent nach.