Wachsende Zweifel am KI-Boom haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenstart in unterschiedliche Richtungen gezogen. Besonders der südkoreanische Leitindex Kospi verlor rund ein Prozent. Im Mittelpunkt stand der Chiphersteller SK Hynix, dessen Aktien um 3,4 Prozent fielen – Anleger blickten nervös auf den bevorstehenden US-Börsengang des Unternehmens.
Auch Samsung Electronics sorgte für gemischte Signale. Zwar stiegen die Aktien des Konzerns in Seoul um knapp drei Prozent, doch das tatsächlich gemeldete Ergebnis enttäuschte: Das Umsatzplus fiel schwächer aus als erwartet und löste eine Verkaufswelle im globalen Chip-Sektor aus. Strategen warnen, dass in einem Markt mit hoher Konzentration und starkem Optimismus bereits kleine Enttäuschungen Korrekturen auslösen können.
In Tokio schloss der Nikkei kaum verändert bei 69.737 Punkten, während der breiter aufgestellte Topix – ein Index, der mehr Branchen abbildet – um 0,5 Prozent zulegte und damit den sechsten Gewinntag in Folge verzeichnete. Der chinesische CSI-300-Index gab leicht um 0,3 Prozent auf 4.858 Punkte nach.
Chip-Skepsis drückt Asiens Börsen – Samsung-Zahlen enttäuschen
Warum das wichtig ist
Wer in Technologie- oder KI-Fonds investiert ist, sollte wissen: Allein der Philadelphia-Halbleiterindex verlor zuletzt rund 5,7 Prozent – das entspricht einem potenziellen Marktwert-Verlust von rund 800 Milliarden Dollar im Sektor.