Familienministerin Karin Prien (CDU) will das Elterngeld von 14 auf 12 Monate kürzen. Gleichzeitig steigt die Mindestbeteiligung für jeden Elternteil von zwei auf drei Monate. Sechs weitere Monate können Paare flexibel untereinander aufteilen. Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der Ressortabstimmung.
Hinter der Reform stecken zwei Ziele: Väter stärker in die Kinderbetreuung einbinden und 500 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Derzeit nehmen deutlich mehr Frauen als Männer Elterngeld – 1,19 Millionen Frauen stehen 417.000 Männern gegenüber. Der Väteranteil liegt bei 25,9 Prozent. Die Gesamtausgaben für das Elterngeld sanken bereits von 7,6 Milliarden Euro (2022) auf 7,1 Milliarden Euro (2025), vor allem wegen sinkender Geburtenzahlen.
Alleinerziehende sind von der Kürzung ausgenommen und können weiterhin bis zu zwölf Monate volles Elterngeld beziehen. Die Einkommensgrenze bleibt bei 175.000 Euro Jahreseinkommen. Union und SPD hatten Reformen beim Elterngeld bereits im Koalitionsvertrag 2025 vereinbart.
Elterngeld sinkt auf 12 Monate – Väter müssen länger pausieren
Warum das wichtig ist
Paare, die ab Inkrafttreten der Reform ein Kind bekommen, verlieren zwei Monate Elterngeld – und Väter müssen mindestens drei statt bisher zwei Monate Auszeit nehmen, sonst entfällt der gemeinsame Anspruch.