Auf der 149. Bauministerkonferenz am 10. und 11. September in Berlin haben Bund und Länder eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Ziel ist eine Plattform namens „Kostenreduziertes Bauen", über die erfolgreiche Ansätze für günstigeres Bauen aus einzelnen Ländern breiter bekannt gemacht werden sollen.

Hohe Baukosten gelten den Ministerinnen und Ministern als zentrales Hindernis für mehr Wohnungen und bezahlbare Mieten. Konkret sollen kostentreibende Normen und Standards überarbeitet sowie das Baurecht vereinfacht werden. Dazu gehört der sogenannte „Gebäudetyp E" – ein Baustandard, der Abweichungen von nicht sicherheitsrelevanten Normen erlaubt. Eine entsprechende Bundesregelung fehlt noch; bis Jahresende soll ein Gesetzentwurf vorliegen. Beim Wohngeld sprachen sich die Länder mehrheitlich gegen geplante Kürzungen aus.

Der Eigentümerverband Haus & Grund begrüßt das Ziel sinkender Baukosten, mahnt aber zu echten Reformen statt neuer staatlicher Strukturen. Präsident Kai Warnecke betonte, weniger Regulierung und privates Engagement lösten Wohnungsprobleme wirksamer als staatliche Einrichtungen.