Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) verspricht Übergangslösungen für alle, die von der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Frührente betroffen sind. „Es wird einen Vertrauensschutz geben, darauf können sich alle verlassen", sagte sie in der Haushaltsdebatte im Bundestag.
Die sogenannte Rente mit 63 erlaubt Menschen mit mindestens 45 Versicherungsjahren, vorzeitig ohne Abzüge in Rente zu gehen. Die Altersgrenze steigt dabei schrittweise an – derzeit liegt sie bei etwa 64,5 Jahren. Die Rentenkommission empfiehlt, diese Regelung vollständig abzuschaffen. Bas bekennt sich grundsätzlich zu den Kommissionsempfehlungen, hält aber die genaue Ausgestaltung des Gesetzentwurfs noch offen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich bereits für Übergangszeiten ausgesprochen.
Der Reformdruck wächst: Laut einer Nachwahlbefragung von infratest dimap war soziale Sicherheit für 25 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Sachsen-Anhalt das wichtigste Thema. Nur 13 Prozent wollen die Sozialreformen wie geplant umsetzen, 59 Prozent fordern Korrekturen. Innerhalb der SPD und bei ostdeutschen CDU-Politikern gibt es weiter Widerstand gegen die Abschaffung.
Bas sichert Vertrauensschutz bei Abschaffung der Rente mit 63 zu
Warum das wichtig ist
Wer auf eine abschlagsfreie Frührente nach 45 Beitragsjahren zählt, soll laut Bas durch Übergangsregeln geschützt werden – wie genau, ist aber noch nicht festgelegt.