Wer mit einem Balkonkraftwerk eigenen Solarstrom erzeugen will, muss einige Regeln kennen. In Deutschland gilt eine gesetzliche Obergrenze von 800 Watt Wechselrichterleistung. Die Solarmodule selbst dürfen zusammen bis zu 2.000 Watt Peak erzeugen – der Wechselrichter drosselt die Einspeisung ins Netz jedoch automatisch. Standard sind heute zwei Module mit je 400 bis 450 Watt.
Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf den Balkon: Südausrichtung ist ideal, Schatten durch Bäume oder Nachbargebäude mindert den Ertrag. Die Module wiegen zwischen 22 und 26 Kilogramm – das Geländer muss das tragen. Außerdem braucht man eine Schuko-Steckdose in Reichweite und einen modernen Stromzähler. Alte Ferraris-Zähler tauscht der Netzbetreiber meist kostenlos aus. Mieter benötigen zusätzlich die Erlaubnis ihres Vermieters und müssen die Anlage bei der Bundesnetzagentur anmelden.
Nicht verbrauchter Strom fließt unentgeltlich ins Netz – Kleinstanlagen erhalten keine Vergütung. Wer einen Speicher dazukauft, kann überschüssigen Strom für abends nutzen und spart so mehr. Im Schnitt rechnet sich die Investition nach vier Jahren.
Balkonkraftwerk: 800 Watt Limit, Vermieterpflicht und was es kostet
Warum das wichtig ist
Mieter, deren Vermieter die Installation erschwert oder von einem Fachhandwerker abhängig macht, können sich an den Mieterverein wenden – laut Mieterbund haben Vermieter bei handelsüblichen Geräten grundsätzlich zuzustimmen.