Ab 2027 ersetzt das neue Altersvorsorgedepot die Riester-Rente. Das Versprechen: staatlich geförderte Investments in Fonds und ETFs – günstiger, einfacher, renditestärker. Doch schon vor dem Start zeigt sich ein Problem.

Eine Studie der Universitäten Kassel und Paderborn zeigt: Drei von vier Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, das neue Modell zu nutzen. Gleichzeitig wünscht sich die Mehrheit genau das zurück, was bei Riester die Rendite gedrückt hat: Garantien. Konkret heißt das: 47 Prozent würden ein Produkt mit voller Beitragsgarantie wählen – also der Zusicherung, dass mindestens alle eingezahlten Beiträge plus staatliche Zulagen erhalten bleiben. Weitere 40 Prozent bevorzugen eine 80-Prozent-Variante. Das kostengünstige Standarddepot ohne Garantie wählten nur 34 Prozent.

Das Problem: Garantien zwingen Anbieter, weniger in Aktien und mehr in niedrig verzinste Anleihen zu investieren – deshalb sinken die Renditechancen. Die Forschenden sehen darin ein Warnsignal. Sparer könnten faktisch wieder bei einem Produktprofil landen, das der alten Riester-Rente ähnelt – genau dem Modell, das die Reform überwinden sollte.