Zum Start der zweiten Jahreshälfte 2026 treten in Deutschland mehrere Neuregelungen in Kraft. Das bisherige Bürgergeld heißt künftig „Grundsicherung für Arbeitssuchende" – und die Regeln werden deutlich strenger. Wer keine Bewerbungen schreibt oder Förderkurse ablehnt, muss drei Monate lang 30 Prozent weniger Leistung hinnehmen, konkret rund 150 Euro weniger pro Monat. Wer dreimal einen Jobcenter-Termin versäumt, riskiert den vollständigen Stopp der Zahlungen.
Auch die Vermögensregeln ändern sich: Die bisherige einjährige Schonfrist, in der Ersparnisse bis 40.000 Euro unangetastet blieben, entfällt. Stattdessen gelten nun altersabhängige Freibeträge zwischen 5.000 und 20.000 Euro.
Gleichzeitig steigen die Renten um 4,24 Prozent – gekoppelt an die Lohnentwicklung. Wer 45 Beitragsjahre mit durchschnittlichem Verdienst vorweist, bekommt laut Bundesarbeitsministerium 77,85 Euro mehr pro Monat. Zudem sinkt die Luftverkehrssteuer: Bei Kurzstreckenflügen fällt die Abgabe von 15,53 auf 13,03 Euro, bei Langstrecken von 70,83 auf 59,43 Euro.
Ab Juli 2026: Grundsicherung ersetzt Bürgergeld, Renten steigen um 4,24 %
Warum das wichtig ist
Wer Grundsicherung bezieht und Termine beim Jobcenter versäumt, riskiert ab dem dritten Mal die komplette Streichung seiner Leistungen.