Die Wirtschaftsweisen haben einen Reformvorschlag zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt: Beamte sollen künftig in die GKV statt in die private Krankenversicherung einzahlen. Hintergrund ist das drohende Milliardendefizit der gesetzlichen Krankenkassen, das durch strukturelle Finanzprobleme entstanden ist.

Derzeit sind Beamte überwiegend privat krankenversichert, da sie Anspruch auf Beihilfe haben und nur einen Teil ihrer Krankenkosten selbst tragen müssen. Der Vorschlag der Wirtschaftsweisen würde diese jahrzehntelange Praxis grundlegend ändern. Durch den Wechsel von Beamten in die GKV würden neue Beitragszahler gewonnen, die zur Finanzierung des Systems beitragen könnten.

Die Reform hätte jedoch weitreichende Auswirkungen sowohl für den Staat als auch für die Privatversicherten. Während die GKV durch zusätzliche Beitragszahler entlastet würde, müsste der Staat als Arbeitgeber der Beamten höhere Kosten tragen. Gleichzeitig könnte der Wegfall vieler Beamter aus der PKV zu Kostensteigerungen für die verbleibenden Privatversicherten führen.