Unklare Regeln, versteckte Kosten, Stress am Schalter: Die Verbraucherzentralen kritisieren zur Hauptreisezeit die unübersichtlichen Handgepäck-Vorschriften der Fluggesellschaften – und ziehen vor Gericht. Verbandschefin Ramona Pop fordert höchstrichterliche Klarheit darüber, was Airlines kostenlos transportieren müssen.

Das Problem: EU-Recht schreibt zwar vor, dass Fluggesellschaften „angemessenes Handgepäck" kostenfrei befördern müssen. Doch jede Airline definiert das anders. Abmessungen, Gewicht und Anzahl der erlaubten Stücke variieren je nach Anbieter – und wer beim Buchen nicht genau hinschaut, zahlt drauf. Besonders Billigflieger verlangen häufig Aufpreis für größere Kabinengepäckstücke. Pop rät deshalb, Taschen und Koffer vor dem Abflug genau auszumessen und mit den Vorgaben der jeweiligen Airline abzugleichen.

Langfristig soll eine neue EU-Regelung für mehr Transparenz sorgen: Ab voraussichtlich Mitte 2027 müssen Buchungsportale den Ticketpreis standardmäßig inklusive Handgepäck anzeigen, damit Preisvergleiche einfacher werden.