Die Verbraucherzentralen verlangen eine Neuausrichtung der staatlichen E-Auto-Förderung: Zuschüsse sollen künftig an den Fahrzeugpreis geknüpft werden, nicht an Einkommensgrenzen allein. Verbandschefin Ramona Pop kritisiert, dass die aktuelle Regelung auch Haushalte mit bis zu 90.000 Euro zu versteuerndem Einkommen einschließt – also Menschen, die keine staatliche Hilfe benötigen.
Das seit Mai laufende Förderprogramm der Bundesregierung bezuschusst Kauf und Leasing von E-Autos sowie bestimmten Plug-in-Hybriden bei Neuzulassung ab 1. Januar 2026. Der Zuschuss beträgt je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße bis zu 6.000 Euro. Bis Anfang August gingen bereits mehr als 100.000 Anträge ein.
Neben den Kaufkosten mahnen die Verbraucherzentralen auch beim Laden nach: Laut einer Forsa-Umfrage unter 815 Befragten wünschen sich 63 Prozent mehr öffentliche Ladepunkte und ein einfacheres Laden. Pop fordert, alle Ad-hoc-Ladepreise über eine einzige App abrufbar zu machen – derzeit sei kaum nachvollziehbar, welche Preise an einer Säule gelten.
Verbraucherzentralen fordern günstigere E-Auto-Förderung
Warum das wichtig ist
Wer ein E-Auto kaufen möchte, bekommt aktuell bis zu 6.000 Euro Förderung – könnte aber künftig nur noch dann profitieren, wenn das Modell unter einer bestimmten Preisgrenze liegt.