Frankfurt und München galten 2022 noch als die blasengefährdetsten Immobilienmärkte weltweit. Das hat sich geändert: Laut dem aktuellen „Global Real Estate Bubble Index" der Schweizer Großbank UBS rangieren beide Städte inzwischen nur noch im Mittelfeld – Frankfurt auf Platz 12, München auf Platz 15 von 23 untersuchten Metropolen.

Der Grund: Kaufpreise sind seit 2022 inflationsbereinigt um bis zu 25 Prozent gesunken. Gestiegene Kreditzinsen und höhere Baukosten haben die Nachfrage gedämpft. Gleichzeitig zogen Einkommen und Verbraucherpreise an – das hat die Lücke zwischen Immobilienpreisen und wirtschaftlicher Realität verkleinert. Genau diese Lücke ist es, die die UBS als Blasenrisiko definiert: Wenn Kaufpreise sich von Mieten, Einkommen und Zinsen entkoppeln, gelten Immobilien als überbewertet. Das höchste Risiko sieht die Bank derzeit in Miami, Tokio und Zürich.

Auf dem Mietmarkt kommen die sinkenden Kaufpreise allerdings nicht an. In Frankfurt und München sind die Angebotsmieten seit 2022 weiter gestiegen – ein Kauf ist deshalb aus finanzieller Sicht trotz niedrigerer Preise oft nicht vorteilhafter als Mieten.