Die Tagesgeldzinsen sind im Oktober 2026 auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen. Die fünf besten Banken bieten im Schnitt 4,04 Prozent – zuletzt lag das Niveau im März 2009 bei 4,22 Prozent. Doch wer ein solches Angebot annimmt, bekommt nicht immer sofort den vollen Zinssatz.
Manche Banken knüpfen den Aktionszins an feste Stichtage. Konkret heißt das: Wer früh einzahlt, wartet bis zu sieben Wochen auf den höheren Zins – und erhält in dieser Zeit nur einen Bruchteil des beworbenen Satzes. Ein Beispiel zeigt das deutlich: Bei einem Angebot der DKB gilt der Aktionszins von vier Prozent erst ab dem 1. November 2026, obwohl Einzahlungen schon ab dem 6. Oktober möglich sind. Bis Ende Oktober fließen lediglich ein Prozent Jahreszins. Für die Banken hat die Wartezeit einen wirtschaftlichen Vorteil: Sie verfügen bereits über das Geld, zahlen aber zunächst nur den niedrigeren Standardzins.
Der beworbene Jahreszins sagt deshalb wenig über den tatsächlichen Ertrag aus. Entscheidend ist, ab wann der Aktionszins wirklich greift.
Tagesgeld: 4 Prozent versprochen, weniger bekommen – so funktioniert der Trick
Warum das wichtig ist
Wer 10.000 Euro einlegt und sieben Wochen auf den Aktionszins wartet, verliert spürbar Zinsen – aus beworbenen 4 Prozent können so effektiv nur rund 3,48 Prozent werden.