E-Zigaretten werden teurer. Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wollen die Tabaksteuer auf Liquids – also die Flüssigkeiten, die in E-Zigaretten verdampft werden – um drei Cent auf 35 Cent pro Milliliter anheben. Das Bundesfinanzministerium hatte ursprünglich nur einen Cent mehr vorgeschlagen.

Bereits Anfang 2026 stieg die Steuer um sechs Cent auf 32 Cent pro Milliliter. Der Branchenverband BfTG schätzt, dass der Schwarzmarktanteil dadurch von 40 auf 50 Prozent gewachsen ist. Verbandschef Dustin Dahlmann warnt, eine erneute kräftige Erhöhung werde diesen Trend verstärken – und dem Staat weniger Einnahmen bringen als erhofft. Als Beleg nennt er die Steuerreform von 2022: Damals erwartete das Finanzministerium 520 Millionen Euro aus der E-Zigaretten-Steuer für 2025, tatsächlich kamen nur 403 Millionen Euro herein.

Laut BfTG würde ein typisches 10-Milliliter-Fläschchen, das derzeit rund 12 Euro kostet, durch den Drei-Cent-Aufschlag etwa 36 Cent teurer – ein Plus von drei Prozent. Auf die Tabaksteuer wird zusätzlich Mehrwertsteuer erhoben, was den Effekt verstärkt. Die neue Steuer soll zum Januar 2027 gelten.