Die Kraftstoffpreise an deutschen Tankstellen sind seit Monatsbeginn stark angestiegen. Wirtschaftsforscher dokumentieren den kräftigsten Preisanstieg seit Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel. Diese Regelung sollte ursprünglich für mehr Transparenz und niedrigere Preise sorgen.

Eine aktuelle Studie zeigt jedoch: Nach Einführung des Modells sind sowohl die Spritpreise als auch die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne gestiegen. Die Forscher belegen damit, dass die 12-Uhr-Regel den gegenteiligen Effekt erzielt hat als ursprünglich beabsichtigt.

Der zeitliche Zusammenhang mit politischen Entscheidungen zum Tankrabatt macht die Entwicklung besonders bemerkenswert. Während der Bundestag über Entlastungen für Autofahrer berät, verteuert sich das Tanken parallel dazu erheblich.

Die 12-Uhr-Regel verpflichtet Tankstellen, Preisänderungen der Markttransparenzstelle zu melden. Ursprünglich sollte diese Maßnahme den Wettbewerb fördern und Preise senken. Die aktuellen Daten zeigen jedoch das Gegenteil: Sowohl Verbraucher als auch Konzerne erleben die Auswirkungen anders als erwartet.