Russlands Notenbankchefin Elvira Nabiullina ist nach einer Krankheit zurückgekehrt und hat den Leitzins nur geringfügig gesenkt. Trotz öffentlichen Drucks aus dem Kreml hält sie an einem vorsichtigen geldpolitischen Kurs fest.
Wladimir Putin hatte zuvor eine Zinssenkung gefordert – ein ungewöhnlicher Schritt, der laut Beobachtern auch als politische Rückendeckung für Nabiullina interpretiert werden kann. Die Notenbankchefin selbst warnt jedoch weiterhin vor anhaltendem Inflationsdruck in Russland. Deshalb fiel die Senkung bewusst klein aus, statt einem stärkeren Signal zu folgen.
Nabiullina gilt als eine der zentralen Figuren hinter der wirtschaftlichen Stabilisierung Russlands. Gleichzeitig wächst der Druck auf sie, die Geldpolitik stärker an politischen Zielen auszurichten. Ihr behutsamer Kurs steht damit im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Vernunft und politischen Erwartungen.
Russlands Zentralbank senkt Leitzins minimal – Nabiullina warnt vor Inflation
Warum das wichtig ist
Eine nur minimale Zinssenkung bedeutet, dass Kredite in Russland vorerst teuer bleiben – das bremst Investitionen und belastet Verbraucher mit variablen Darlehen weiter.