Wer im Alter monatlich 1.200 Euro zusätzlich zur gesetzlichen Rente ausgeben will, braucht dafür rund 300.000 bis 360.000 Euro angespartes Kapital. Das zeigen Berechnungen, die beide Phasen der Altersvorsorge beleuchten: den Aufbau des Vermögens und die spätere Entnahme.
Für die Entnahme gilt die sogenannte 4-Prozent-Regel: Wer jährlich vier Prozent seines Depotwerts abzieht, lässt das restliche Kapital weiter Rendite erwirtschaften und kann das Depot statistisch dauerhaft nutzen. Konkret bedeutet das: 100.000 Euro bringen 333 Euro monatlich, 200.000 Euro bringen 667 Euro, 300.000 Euro bringen 1.000 Euro.
Beim Aufbau zählt vor allem der Startzeitpunkt. Ein 25-Jähriger ohne Startkapital kommt mit 300 Euro monatlicher Sparrate auf rund 1.400 Euro Zusatzrente. Ein 40-Jähriger mit 50.000 Euro Startkapital und 100 Euro Sparrate erreicht noch 711 Euro. Wer erst mit 55 Jahren beginnt und 100 Euro monatlich zurücklegt, schafft nur noch 64 Euro. Die Berechnungen basieren auf vier Prozent Nettorendite nach Inflation.
Rentenlücke schließen: Wie viel Erspartes wie viel Zusatzrente bringt
Warum das wichtig ist
Wer heute 30 Jahre alt ist und monatlich 200 Euro spart, kann im Alter mit einer spürbaren Zusatzrente rechnen – vorausgesetzt, das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt, nicht auf dem Sparbuch geparkt.