Die Rentenkommission hat am 23. Juni 2026 empfohlen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren – umgangssprachlich „Rente mit 63" – abzuschaffen. Die Bundesregierung will die Empfehlungen vollständig umsetzen und noch 2026 eine umfassende Rentenreform auf den Weg bringen.

Derzeit beziehen rund 2,9 Millionen Menschen diese Rente, im Schnitt 1.696 Euro monatlich. Künftig sollen vorgezogene Altersrenten grundsätzlich nur noch mit Abschlägen möglich sein. Als Ersatz plant die Kommission eine sogenannte Schutzrente: Sie greift nicht automatisch, sondern setzt eine individuelle Gesundheitsprüfung voraus. Anspruch hätten Menschen, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können – mit mindestens 35 statt bisher 45 Versicherungsjahren. Profitieren könnten vor allem Beschäftigte in Pflege, Bau oder Logistik.

Einen abrupten Schnitt wird es laut bisherigen Plänen nicht geben. Die Kommission empfiehlt Übergangsfristen. Ein Verfassungsgerichtsurteil von 2004 legt nahe, dass Versicherte mindestens fünf Jahre Vorlauf bekommen müssen – für den Jahrgang 1967 könnte es dennoch eng werden.