Das Landgericht Köln hat einen 57-jährigen ehemaligen Miteigner der Kanzlei Mossack Fonseca zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann wurde der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Millionenhöhe schuldig gesprochen. Er hatte dabei geholfen, mithilfe von Offshore-Firmen Steuern zu umgehen.

Die panamaische Anwaltskanzlei Mossack Fonseca stand im Zentrum des weltweiten Panama-Papers-Skandals. Die Kanzlei hatte über Jahrzehnte Briefkastenfirmen in Steueroasen für wohlhabende Kunden eingerichtet. Diese Konstruktionen ermöglichten es, Vermögen vor den Steuerbehörden zu verstecken.

Der Panama-Papers-Skandal kam 2016 durch geleakte Dokumente ans Licht. Die Unterlagen enthüllten, wie Politiker, Prominente und Unternehmer weltweit Offshore-Strukturen nutzten. Das Kölner Urteil ist eines der ersten rechtskräftigen Verfahren in Deutschland im Zusammenhang mit diesem Komplex. Die genaue Höhe der Bewährungsstrafe wurde in den verfügbaren Informationen nicht genannt.